Warnwesten: Gesehen werden rettet Leben
Sichtbarkeit ist der wichtigste Faktor im passiven Arbeitsschutz. Ob auf der Autobahn nach einer Panne, auf der Großbaustelle zwischen Baggern oder als Ordner bei Veranstaltungen: Eine Warnweste sorgt dafür, dass Sie frühzeitig erkannt werden. Im Ungrund Store erhalten Sie hochsichtbare Westen, die nicht nur leuchten, sondern auch den strengen Anforderungen der europäischen Normen entsprechen.
Ja, in Deutschland gilt seit 2014 die Mitführpflicht. In jedem PKW, LKW, Bus und Zugmaschine muss mindestens eine Warnweste (nach EN ISO 20471) vorhanden sein. Diese muss bei einer Kontrolle vorgezeigt und im Pannenfall getragen werden.
Gesetzlich vorgeschrieben ist in Deutschland nur eine Weste pro Fahrzeug (unabhängig von der Zahl der Insassen). Aus Sicherheitsgründen wird jedoch dringend empfohlen, für jeden Sitzplatz eine Weste mitzuführen, damit im Ernstfall alle Insassen außerhalb des Fahrzeugs geschützt sind.
Die Norm EN ISO 20471 lässt für Warnkleidung drei Farben zu: Gelb, Orange-Rot und Rot. Im Straßenverkehr haben sich Gelb und Orange durchgesetzt. Beide Farben sind gleichwertig zugelassen. Andere Farben (Grün, Blau, Pink) sind nicht als offizielle Warnkleidung im Straßenverkehr zugelassen, sondern dienen nur zur internen Unterscheidung (z. B. "Besucher").
Viele einfache Warnwesten sind in einer "One Size"-Größe (oft XL/XXL) geschnitten. Durch breite Klettverschlüsse an der Front lässt sich die Weite so regulieren, dass die Weste sowohl über einem T-Shirt im Sommer als auch über einer dicken Winterjacke passt.
Ja, aber nur begrenzt. Jede Wäsche greift die mikroskopisch kleinen Glaskugeln der Reflexstreifen an. Im Etikett steht oft eine maximale Anzahl an Waschzyklen (z. B. "max. 25x"). Danach ist die Reflexionskraft nicht mehr garantiert und die Weste muss ausgetauscht werden. Keinen Weichspüler verwenden!
Ja. Auch wenn sie nicht gewaschen werden, altern sie. Das fluoreszierende Material (Gelb/Orange) bleicht durch UV-Strahlung (Sonnenlicht) mit der Zeit aus und verliert seine Leuchtkraft am Tag. Eine stark ausgeblichene Weste entspricht nicht mehr der Norm und muss ersetzt werden.
Ja, das ist möglich und beliebt. Allerdings darf der Druck nicht zu groß sein, da er die Fläche des fluoreszierenden Hintergrundmaterials verdeckt. Wenn zu viel Fläche bedeckt ist, verliert die Weste ihre Zertifizierung nach Klasse 2. Wir beraten Sie gerne zur normgerechten Positionierung.
Die Klasse (1, 2 oder 3) beschreibt die Mindestfläche an sichtbarem Material. Klasse 2 (typische Weste) benötigt ca. 0,5 m² Hintergrundmaterial und 0,13 m² Reflexmaterial. Klasse 1 (oft Hosen) hat weniger Fläche und reicht nur für geringes Risiko. Klasse 3 (Jacke mit Ärmeln) bietet die höchste Sichtbarkeit für hohe Geschwindigkeiten.
Ja. Auch für Kinder gibt es Westen in passenden Größen (XS/S). Diese sind besonders für den Schulweg in der dunklen Jahreszeit oder bei Fahrradtouren empfehlenswert, auch wenn hierfür (außerhalb des Autos) keine gesetzliche Pflicht besteht.
In Deutschland besteht für Motorradfahrer keine Mitführpflicht. In vielen anderen europäischen Ländern (z. B. Frankreich, Belgien, Österreich) ist sie jedoch Pflicht oder muss bei einer Panne getragen werden. Es ist daher ratsam, auch auf dem Motorrad eine Weste dabei zu haben oder direkt Warnschutzkleidung zu tragen.